Wie viel Koffein hat Matcha wirklich?
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„Ist Matcha stärker als Kaffee?“ – das ist eine der häufigsten Fragen, die uns erreichen. Die Antwort überrascht die meisten: Der Unterschied ist deutlich kleiner, als man denkt. Nur wirkt das Koffein völlig anders.
Die Zahlen im Überblick
Eine Tasse Matcha mit einem gestrichenen Teelöffel Pulver – also rund 2 Gramm – bewegt sich ungefähr im Bereich einer normalen Tasse Kaffee. Ein Espresso liegt eher darunter, ein großer Filterkaffee darüber.
Wie viel es am Ende genau ist, hängt von mehreren Dingen ab:
- Der Dosierung. Zwei Teelöffel enthalten logischerweise doppelt so viel wie einer.
- Der Qualität. Junge Blätter der ersten Ernte enthalten mehr Koffein als spät geerntete.
- Der Beschattung. Beschattete Pflanzen bilden mehr Koffein und mehr Aminosäuren aus.
Der entscheidende Punkt ist aber ein anderer: Beim Matcha trinkst du das ganze Blatt. Bei aufgegossenem Grüntee bleibt ein Teil im Blatt zurück, das du wegwirfst. Deshalb liegt Matcha deutlich über normalem Grüntee, obwohl es dieselbe Pflanze ist.
Warum sich dieselbe Menge anders anfühlt
Wenn die Menge ähnlich ist – warum fühlt sich Matcha dann so viel ruhiger an?
Der Grund ist L-Theanin, eine Aminosäure, die in Teeblättern vorkommt und in Kaffee schlicht nicht enthalten ist. Zusammen mit dem Koffein sorgt sie dafür, dass der Koffeinspiegel langsamer ansteigt und länger auf einem Niveau bleibt, statt steil hoch und wieder runter zu gehen.
Praktisch heißt das: kein plötzlicher Kick, aber auch kein Absturz zwei Stunden später. Viele beschreiben den Zustand als „wach, aber ruhig“.
Wann du ihn besser nicht mehr trinkst
Weil Matcha gleichmäßiger und länger wirkt, gilt eine einfache Faustregel: nach 16 Uhr lieber nicht mehr, wenn du empfindlich auf Koffein reagierst. Das ist kein Nachteil gegenüber Kaffee – es ist einfach die Kehrseite davon, dass die Wirkung länger anhält.
Wer aus gesundheitlichen Gründen auf seine Koffeinzufuhr achten muss, klärt das am besten ärztlich ab. Wir geben dazu bewusst keine Empfehlungen.
Wie du die Wirkung selbst steuerst
Das Schöne am Matcha: Du bestimmst die Stärke selbst, anders als bei einer fertigen Tasse Kaffee.
- Sanfter Einstieg: ein gestrichener Teelöffel auf etwa 70 ml Wasser.
- Kräftiger: zwei Teelöffel, klassisch als dickflüssiger Koicha.
- Milder über den Tag: als Latte mit viel Milch, dadurch verteilt sich dieselbe Menge auf mehr Flüssigkeit.
Wie das genau geht, steht auf unserer Seite zur Matcha-Zubereitung.
Kurz gesagt
Matcha hat ungefähr so viel Koffein wie Kaffee – aber es wirkt gleichmäßiger und länger. Wenn du bisher dachtest, Matcha sei ein „schwacher Tee“: Das ist er nicht. Er ist nur unaufgeregter.
Mehr zum direkten Vergleich findest du in unserem Beitrag Matcha oder Kaffee. Und wenn du es selbst ausprobieren willst: Unser Origin Matcha reicht mit 30 g für rund 15 Tassen.